Die vier Levels der Redaktionsworkflows

Es gibt viele unterschiedliche Redaktionssysteme für die Print-Produktion. Sie unterscheiden sich nicht nur preislich, auch funktionell decken sie unterschiedliche Bedürfnisse ab. Wir haben die Systeme in vier Levels eingeteilt und für jeden Level ein System/eine Erweiterung gesucht. An einem kostenlosen Feierabend-Event stellen wir die unterschiedlichen Ansätze vor und zeigen deren Vor- und Nachteile.

Level 1: WordsFlow

WordsFlow ist ein preiswertes InDesign-Plug-In. Darüber lassen sich Word- und Excel-Dateien mit InDesign-Dokumenten verknüpfen. Werden Änderungen in den externen Office-Dokumenten gemacht, können diese ins InDesign übernommen werden, ohne dabei die in InDesign gemachten Formatierungen zu verlieren. Bei Word-Dateien können sogar in InDesign gemachte Änderungen zurück ins verknüpfte Word-Dokument gespielt werden.

Level 2: DocsFlow

Google Drive, das «Cloud Office» mit Docs und Tabellen, läuft im Webbrowser und in mobilen Apps. Zu jeder Zeit kann über jedes Gerät darauf zugegriffen werden. Teamfunktionen ermöglichen das gemeinsame Erstellen und Bearbeiten von Dokumenten. Das InDesign-Plug-In DocsFlow ermöglicht Live-Verbindungen aus InDesign-Dokumenten zu Google Docs und Tabellen. In Google Docs- und Tabellen gemachte Änderungen können automatisiert ins InDesign übernommen werden, bei Google Docs ist sogar ein Zurückschreiben von in InDesign gemachten Änderungen möglich.

Level 3: TruEdit

TruEdit ist «das Redaktionssystem für den Rest von uns». Überall da, wo ein klassisches Redaktionssystem überdimensioniert ist, kommt TruEdit ins Spiel. Es läuft in der Cloud, somit entfallen Hardware und Unterhalt. Redaktoren arbeiten in Word, während Layouter InDesign nutzen. Wie bei anderen Redaktionssystemen können Workflows mit einzelnen Arbeitsschritten angelegt werden. Eine Benutzerverwaltung managt den Zugang und die Funktionen der einzelnen User.

Level 4: K4

K4 gehört zu den ersten Redaktionssystemen für InDesign. Es kommt aus der klassischen Magazinproduktion, wo Redakteure mit InCopy arbeiten und Layouter InDesign nutzen. Dank des unterliegenden InDesign-Servers können InDesign-Dokumente sogar über den Webbrowser bearbeitet werden. Benutzerverwaltung und das Anlegen von Workflows ist hier selbstverständlich auch vorgesehen.