Social Media bietet Chance und Falle zugleich

Welche Rolle spielt Social Media bei heutigen Kommunikationskonzepten? Was sind die Vorteile einer optimierten Strategie für Social Media? Brauche ich überhaupt eine Social Media Strategie wenn ich doch schon Google Ads verwende?

Social Media hat einiges verändert. Auch in der Bewerbung von Produkten und Unternehmen oder Marken. Werbung ist nicht mehr nur im Fernsehen oder auf Plakaten. Marken werden vermenschlicht und durch Influencer erhalten sie ein Gesicht welches nicht mehr als Fremdkörper unseres Alltags wahrgenommen wird. Marken gewinnen daher Identifikations-, Image-, Orientierungs- sowie Prestigefunktionen.

Es ist so einfach heutzutage mit einem Knopfdruck Hunderttausende Menschen zu erreichen. Nur, wie kann man sicherstellen, dass dies auch die richtigen Leute sind? Die Herausforderung ist es trotz einer grossen Bandbreite eine fokussierte Zielgruppe zu haben.

Die Rolle von Social Media

Viele benutzen Google Ads, weil sie dort erschienen, wo die Menschen suchen. Und sie sind einfach zu erstellen (nur Text). Die Nachteile sind aber, dass eben nur die Menschen erreicht werden, die bereits suchen und es fehlt der visuelle Aspekt. Hier kommen die Social Ads ins Spiel. Social Media funktioniert sehr visuell. Man kann sich zeigen und erlebbar machen. Technisch ist es sehr einfach sehr schnell sehr viele Leute zu erreichen. Eine Firma kann sich hier viel besser präsentieren und es kann die Reichweite erhöht werden. Gefahr: hohe Streuverluste. Wie vermeiden wir die?

Entscheidend ist es jedoch, die richtigen Menschen zu erreichen. Dazu gibt es verschiedenste Möglichkeiten (Interessen, Ähnlichkeiten, geografisches Zuhause, Alter, Geschlecht und vieles mehr) nach denen man suchen oder werben kann. Spannend ist, dass Webseitenbesucher wieder angesprochen werden können und dass aus diesen Besuchern sogenannte Lookalike-Zielgruppen erstellt werden können.

Vorteile entstehen durch messbare Ziele

Wichtig ist, das klare messbare Ziele (Reichweite, Leads, Verkäufe etc.) formuliert werden und die Zielgruppe genau umrissen wird. Hier lohnt es sich zu experimentieren. Es ist wichtig zu wissen: Wofür nehme ich Geld in die Hand? Um diese Frage beantworten zu können ist es hilfreich, sich konkrete Maßstäbe zu setzen. In unserem Beispiel sind dies die Kennzahlen.

Hier sind vier mögliche Geschäftsziele:

Geschäftsziel

Für Markenwachstum sorgen

Social Media Ziel

Bekanntheit (diese Kennzahlen beleuchten bestehende und potenziell Zielgruppen)

Kennzahl(en)

Follower, Shares, usw.

Geschäftsziel

Kunden in Botschafter wandeln

Social Media Ziel

Engagement (diese Kennzahlen zeigen, wie Ihr Publikum mit Ihrem Content interagiert)

Kennzahl(en)

Kommentare, Likes, Erwähnungen, usw.

Geschäftsziel

Leads und Käufe fördern

Social Media Ziel

Conversions (diese Kennzahlen zeigen, wie effektiv Ihr Social Media Engagement ist)

Kennzahl(en)

Website-Klicks, Email-Anmeldungen, Käufe, usw.

Geschäftsziel

Kundenbindung verbessern

Social Media Ziel

Konsumenten (diese Kennzahlen reflektieren, wie aktive Kunden über Ihre Marke denken und fühlen)

Kennzahl(en)

Testimonials, Social Media-Stimmung, durchschnittl. Reaktionszeit (im Social Media-Kundenservice/Support), usw.

Social Media, eine Chance und Falle zugleich

Für eine zielführende Verwendung von Social Media reicht es nicht, einfach nur einen Beitrag zu erstellen und den zu bewerben mit einem Betrag X. Facebook hat ausgeklügelte Systeme entwickelt, die sehr hilfreich sein können und schier endlose Möglichkeiten und Chancen bieten. Wenn man diese zu Nutzen weiss, kann man sich einen echten Vorteil erarbeiten, wenn nicht kann man viel Geld für wenig Ertrag investieren. Es wäre ein Trugschluss, zu glauben, mit einer Einstellung und einer Rechnung sei alles erledigt.

Um nützliche Vergleichswerte zu erhalten, ist es sinnvoll, mehrere Anzeigengruppen mit unterschiedlichen Zielgruppen zu nutzen, um zu sehen, welche eher besser funktionieren und welche eher weniger. Ebenso sollten verschiedene Anzeigen erstellt werden, um zu vergleichen und Rückschlüsse ziehen zu können.

Gleichzeitig ist es auch sinnvoll, nicht nur auf einen Werbekanal zu setzen. Google Ads und Social Ads schließen sich nicht aus, sie ergänzen sich gegenseitig.

Wie erstelle ich Social Media Ads

Zum Schluss möchte ich noch ein ganz praktisches Beispiel anhand von Facebook Adverts machen.

Beim erstellen von Social Media Ads über Facebook Business Ads Manager gibt es drei Stufen – Kampagne, Anzeigengruppe und Anzeige. Auf der Stufe der Kampagne werden die Grundeinstellungen getätigt. Hier kann man eine Werbekampagne benennen, das Ziel der Kampagne festlegen sowie ein Budget erstellen. Auf der Stufe der Anzeigengruppe wird die Zielgruppe definiert (wie bereits erwähnt, ist dies anhand diverser Parameter möglich). Ausserdem kann man hier auch bestimmen, wo die Werbung platziert werden soll (Stories, Feeds,  Messages, In-Streams etc.). Auf der letzten Stufe, der Anzeige, kann man die Anzeige selbst bearbeiten. Will man mit einem Video oder einem Bild werben, was für einen Text will man verwenden sowie die Ziel-Website auf welcher man den Traffic verfolgen möchte. Dazu ist die Platzierung des Facebook-Pixel Codes auf der eigenen Website notwendig.

Tools wie der Zielgruppenmanager oder die Creative Hub lassen einen das ganze noch vertiefen und spezifischer gestalten sowie Presets erstellen.

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